fremdkörper / Audio-Walk (2014)

fremdkörper

Ihre Geschichte ist so lang wie die Böblinger- und Tübinger Straße.

Ihre Geschichte erzählt vom Fremd-Sein in der unbekannten Stadt und Sprache, in der Heimat.

Ihre Geschichte treibt an zum Weiter- laufen, bleibt stehen zum Verweilen und führt vorbei an Briefkästen, durch die die fremde Stadt mit ihr spricht.

Ihre Geschichte begann einen unvorhergesehenen Lauf als sie 1991 aus Ljubija/Bosnien und Herzegowina nach Stuttgart/Deutschland kam.

Ihre Geschichte kehrt nun als eine Geschichte aus der Böblinger- und Tübinger Straße dorthin zurück.

Straßen wurden zum Bilder-Buch ihrer Geschichte (Sommer/Herbst 2014):  Mit einem Hörspiel auf MP3-Player im Ohr und einem Schlüssel in der Hand machte man sich auf den Weg und konnte Ausschau nach Briefkästen halten, die am Wegesrand zu entdecken waren.

In dem Hörspiel arbeiteten wir mit zwei getrennt voneinander laufenden Tonspuren, um die Wahrnehmungsweise darzustellen, die zwischen Erinnerungen an die vertraute Heimat und Eindrücken von dem noch unbekannten Stuttgart pendelt. In jedem Briefkasten fand man etwas anderes, aber alles hatte mit der Geschichte auf MP3-Player zu tun.

HÖR-AUSSCHNITTE HIER UND HIER

 

fremdkörper (= foreign body)
audio walk through Stuttgart (summer, autumn 2014)

When streets were getting to a book with pictures: You heard a story on a mp3-player and held a post box key in your hand. While you were listening to the story, you could find post boxes along your way.

The story is about a young woman who came as a foreigner from Ljubljana/ Bosnia to Stuttgart/Germany in 1991. The audio story is an experimental two channel recording. In one ear you could hear her narrating memories. In the other ear she spoke about her impressions around her. The post boxes contained objects related to her story. You were invited to open the box and looked through the contents.

 

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TEAM
Idee & Inszenierung: Tina Saum
Sprecher: Dijana Antunović
Musik: Putte
Technische Realisation: Tonschieber
Briefkästen: Olga Lilly Schulz, Harald Völkl, Coline Petit

Graphik: Olga Lilly Schulz
Dank an Moritz Bellers

Wir danken für die Unterstützung: Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart, Bezirksbeirat Stuttgart-Süd, Bürgerstiftung Stuttgart, Erwin Renz Metallwarenfabrik GmbH & Co KG, DRAMA KÖLN, Stadtarchiv Stuttgart, MHS Medienholding Süd GmbH / Dokumentation Bild und Text, Elektro – Radio Schwerdtner.

Fotos: flanerie

 

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